Informationen über den Rassestandard und die Fellpflege des Komondor finden Sie auf der Homepage des Klubs für Ungarische Hirtenhunde e.V. unter der Adresse www.kfuh.de (siehe Links).

 

Meine eigenen Erfahrungen:

 

Der Komondor ist kein Hund für jedermann. Absolutes Gehorchen und Unterordnung sind nicht sein Fall.

Als König der Hirtenhunde liebt er seine Eigenständigkeit.  Er bestimmt  letztendlich, wer   Freund oder Feind ist. Der Komondor  gilt als schwer erziehbar, eine Meinung, die ich nicht  teile - man muss nur wissen, wie man einen Komondor erzieht.

 

Die Erziehung des Komondor beginnt bereits im Welpenalter, sobald die Welpe zu seinem neuen Besitzer kommt. Es ist wichtig, sich intensiv mit der jungen Komondorwelpe zu beschäftigen, jedoch jeden Versuch zu unterlassen, der Welpe seinen eigenen Willen aufzuzwängen. Wichtig ist es, Bindung und Vertrauen zwischen Hund und Besitzer herzustellen.

 

Ebenso wichtig ist gerade für einen Komondorwelpen der Kontakt zu möglichst vielen verschiedenen Personen und anderen Hunden, insbesondere zu Kindern und alten Menschen.

 

Der Komondor benötigt Liebe und Konsequenz. Die leisen Töne sind das Erziehungsmittel der Wahl. Jeder scharfe Ton erweckt beim Komondor Protest. Ruft man den Komondor zu sich, wird er immer kommen, jedoch kann ein mehrmaliges Rufen erforderlich sein.  Absolut falsch wäre es dann, den Hund dafür zu bestrafen, dass er erst nach mehrmaligen Rufen kommt. Wichtig ist, sein Kommen zu loben, auch wenn dies erst nach mehrmaligem Rufen erfolgt.

 

Gerade die Sozialisation eines Komondor ist überaus wichtig. Daneben bedarf sein Fell der regelmäßigen Pflege, allerdings ohne den Hund zu waschen! Das Waschen zerstört die Struktur des Fells, führt zum Vergrauen und auch dazu, dass der Hund unangenehm riecht. Das Fell und die Haut eines Komondor enthalten sehr viel körpereigenes Fett, das den Hund insgesamt schützt.

 

Die richtige Fellpflege beginnt spielerisch, sobald das Fell zu verfilzen beginnt. Sie beginnt beim Junghund im Alter von ca. 6-12 Monaten. Das Fell beginnt mehr oder weniger stark zu verfilzen. Man grault den Hund und nimmt ihn ggfls auf den Schoß. Mit der Schere schneidet das Fell zunächst  in breiten Streifen von der Haut weg auf. Zwischendurch kann man immer mal wieder versuchen, das sich verfilzende Fell vorsicht mit der Hand aufzureißen, ohne dass es dem Hund wehtut.

 

Bei der Welpe sollten von Anfang an die Ohren kontrolliert und sauber gehalten werden. Dazu massiert man zunächst liebevoll die äußere Ohrmuschel und zieht mit dem Finger Haare aus dem Gehörgang heraus.

 

Gewöhnt man Welpe und Junghund gleich zu Beginn an diese Ohren- und Fellpflege, wird sie vom Komondor als Zuwendung und Liebkosung empfunden.